Folgende Bildungsdokumentation wird im Zwergenland mit den Kindern gemeinsam erarbeitet: Portfolioarbeit


Portfolio bedeutet wörtlich übersetzt Brieftasche. In früheren Jahrhunderten führten Reisende ihren Gesellen- oder Meisterbrief, wie auch weitere Empfehlungsschreiben in solchen Brieftaschen mit sich, um sich anderen Ortes vorzustellen. Mit Hilfe der im Portfolio enthaltenen Dokumente konnten Künstler und Architekten der Renaissance zum Beispiel nicht nur die Qualität ihrer Arbeit zeigen, sondern zugleich beweisen, wie sie ihr Können im Laufe der Zeit weiterentwickelten. Darüber hinaus konnten an Hand von Skizzen und Entwürfen die persönlichen Arbeitstechniken bzw. der eigene Arbeitsstil dargestellt werden. Ein Katalog der „besten Werke" ist das Portfolio also, der möglichst viel über den Besitzer und seine persönliche Handschrift verraten soll.


Im Zwergenland hat jedes Kind ein solches Portfolio in Form eines Ordners, der mit Namen und Foto des Kindes versehen sichtbar in einem Regal im Gruppenraum steht und regelmäßig, - meist donnerstags mit den Erziehern gemeinsam mit Inhalten und gemeinsamen Themen gefüllt wird.

Unser Portfolioregal



In seinem Ordner sammelt jedes Kind selbstgemalte Bilder und Bastelarbeiten, aber auch Fotos von sich, spannenden Erlebnissen, denkwürdigen Ereignissen aus dem (Kindergarten-)alltag. Beispiel: „Weißt du noch, wie du am Montag die Rolle vorwärts gelernt hast? Wollen wir davon ein Foto machen? Komm, wir kleben das Bild ein, wo du Tischdienst machst. Was schreiben wir darunter?"
Die Portfolio-Ordner sind im positiven Sinne des Wortes „Angeber-Mappen" des eigenen Könnens. Oder anders gesagt: sie sind eine zuverlässige Übersicht über Lernzuwachs und Entwicklungsfortschritt. Portfolios machen Erziehern, Eltern, aber vorallem auch den Kindern selbst die eigene Entwicklung fassbar.